Die Entstehung des Balatons
In geologischer Hinsicht entstand der Balaton auf sedimentärem Gestein, das sich im erdgeschichtlichen Mittelalter ablagerte. Der Balaton ist eine ziemlich junge Formation, seine Entstehung begann erst vor rund 15.000 Jahren. In dieser Phase der Eiszeit herrschte im Gebiet um den Balaton ein trockenes Klima, das Seebecken wurde wahrscheinlich von den Winden ausgegraben. Als das Klima feuchter wurde, entstanden in Vertiefungen in der Nähe der heutigen Stadt Keszthely die ersten Seen. Diese verbanden sich mit der Zeit und so füllte vor ca. 5.000 Jahren der Balaton sein Becken, das etwas grösser als das heutige war. Der See wird durch Geröll und Ablagerungen aus den Winden und aus den zufließenden Gewässern ständig aufgefüllt.
Windverhältnisse
Im westlichen Becken zwischen Balaton-Keszthely und Balaton-Tihany ist die vorherrschende Windrichtung – oder Hauptwind, wie man es am Balaton nennt – Nord, wogegen im östlichen Becken zwischen Balaton-Tihany und Balaton Kenese Nordwest. Südwest- und Südostwinde herrschen eher im Spätherbst und im Winter. Stürme gibt es am Balaton selten, trotzdem können Unwetter aus dem Nichts aufkommen und gefährlich steile Wellen verursachen. Vor einem Sturm kommen meistens warme Luftströme aus Südwest, bevor plötzlich aus nördlicher Richtung der starke und verhältnismäßig kalte Wind eintrifft. Innerhalb von 10-20 Minuten können Windböen mit einer Stärke von 30-35 m/s entstehen.
Der windstärkste Monat am Balaton ist der April, wogegen es im September am wenigsten windig ist. Die Halbinsel Balaton-Tihany und die Hügellandschaft am Nordufer des Balatons sorgen für eine abwechslungsreiche Verteilung der Winde. Wegen der Länge des Balatons können in den verschiedenen Gebieten ziemlich unterschiedliche Windverhältnisse herrschen.
TIn der Hauptsaison, vom 1. April bis zum 30. Oktober wird am Balaton ein Unwetter-Warndienst betrieben! EASTCRAFT sichert für den Zeitraum des Charterns, des Verleihs ständig den aktuellen Wetterbericht per Internet und sorgt somit für eine sichere Fahrt der Yacht und ihrer Passagiere.
Die Geschichte des Segelns am Balaton
Das erste Zeichen für das Beschiffen des Balatons ist das Segelboot im Wappen der Abtei von Tihany. In alten Chroniken wird berichtet, dass König Ladislaus I. (1077-1095) den Balaton bereits mit einer Galeere durchquerte. Während der türkischen Besetzung gingen die Kämpfe auch auf dem Wasser des Balatons weiter. Gegen die Galeeren der Türken musste eine Flotte aufgestellt werden. 1589 bekamen die Burghauptmannschaften von Tihany und Veszprém Schiffe direkt aus Wien. Aufzeichnungen um 1580 zeugen bereits davon, dass in Tihany schon damals eine Schiffbauanlage betrieben wurde.
Der ehemalige königliche Berater von Maria Theresia, Georg Festetics spielte eine bahnbrechende Rolle bei der Erschaffung der Schifffahrt auf dem Balaton. Der gut betuchte Adliger ließ 1753 das erste große Segelschiff des Balatons, die Galeere „Christoph“ bauen. Auf Initiative von István Széchenyi segelten später, im 19. Jahrhundert Schiffer aus Holland und England mit dem Dampfer „Kisfaludy“ auf dem Balaton. Der erste echte Versuch, den Segelsport am Balaton zu etablieren, ereignete sich in den 1850-er Jahren, als sich einige Aristokraten Yachten aus England anliefern ließen, ihr Interesse ließ aber schnell nach. 1884 wurde der Segelverein Balaton ins Leben gerufen. Eine große Rolle spielte bei der Gründung der englische Schiffbauer, Richard Young, der 1870 in Balatonfüred eine Yachtwerkstatt eröffnete und im August 1884 die erste Regatta auf dem Balaton veranstaltete. Um 1900 zählte der Verein bereits 100 Mitglieder und verfügte über eine der schönsten Segelflotten in den europäischen Binnengewässern.
Auf dem Balaton blüht bis heute das Segelleben, da der Balaton, als schönster See Mitteleuropas, bestens für die Freuden dieser Wassersportart geeignet ist.
Woher der Name Balaton kommt
Der Balaton (Latein: Lacus Pelso, Deutsch: Plattensee), oder auch gerne das „ungarische Meer“ genannt, ist der größte See Mitteleuropas und das bestimmende Element der ungarischen Wasserlandschaft. Vom Typ her ist der Balaton, ähnlich wie der Neusiedler-See oder der Velence-See, ein Steppensee. Diese drei sind übrigens die westlichsten ihrer Art in Eurasien. Er ist 79 km lang, die Breite schwankt zwischen 1,3–14 km und beträgt durchschnittlich 7,8 km, die Oberfläche ist 594 km² groß. Die ungarische Bezeichnung kommt aus dem slawischen Wort "blato" (=Sumpf, Moor, Schlamm). Der deutsche Name Plattensee klingt ähnlich wie die slawische Bezeichnung, bei seiner Herausbildung könnte auch die Volksetymologie ein wenig mitgespielt haben (blatno – platten).
Das Ostbecken des Balatons wird von der Halbinsel Balaton-Tihany von den anderen Teilen des Balatons abgegrenzt. Das Wasser ist am Südufer des Balatons seichter. Auf der Nordseite des Balatons liegt das Weingebiet Badacsony und das Becken von Tapolca mit seinen charakteristischen vulkanischen Härtlingen. In bestimmten Gebieten des Balatons wird Fischfang betrieben. Der Balaton und seine Umgebung sind neben Budapest die touristisch wichtigsten Attraktionen Ungarns. In seiner Umgebung findet man Heilbäder und Thermalquellen. Am Balaton wird jedes Jahr die internationale Yachtregatta „Kékszalag“ (Blaues Band) ausgetragen, wobei der ganze See umschifft werden muss und somit sie die größte Regatta dieser Art in Europa ist.
Neben Siófok, Szentkirályszabadja und Sármellék gibt es Flugplätze. Gras Start- und Landebahn bieten Tapolca, Balatonakali und Papkutapuszta.
Der Balatonin Zahlen
| Lage des Balatons: | Westungarn |
| Primäre Quelle des Balatons: | Zala-Fluss |
| Primärer Abfluss des Balatons: | Sió Kanal |
| Länge des Balatons: | 79 km |
| Breite des Balatons: | 1,3-14 km |
| Oberfläche des Balatons: | 594 km2 |
| Tiefe des Balatons (durchschn.): | 3-3,6 m |
| Tiefste Stelle des Balatons: | 12,5 m |
| Wasservolumen des Balatons: | 1,9 km3 |
| Uferlänge des Balatons: | 195 km |
| Lage über dem Meeresspiegel: | 104 m |
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